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Die Ereignisse um die aktuellen PANTHERION-Mitglieder unter der Leitung von Viktor Augenfeld sind natürlich nur der letzte Ausläufer in der langen Geschichte der Organisation. Davor wurden die Geschicke des Teams von einer außergewöhnlichen Frau gelenkt: Clara Ortrun Freifrau von Schwarzenstein.

Clara stammte aus verarmtem Landadel aus dem Waldviertel und wurde mit einem ungarischen Adeligen verheiratet. Ursprünglich sträubte sie sich gegen die fast arrangierte Heirat, entdeckte aber nach kurzer Zeit eine Seelenverwandtschaft zu Ferencz, aus der sich tatsächlich eine tiefe Liebe entwickelte. Ein Jahr nach der Hochzeit brachte sie den Stammhalter zur Welt: András von Schwarzenstein. Der aufgeweckte, fröhliche, neugierige Junge wurde zum Augenstern seiner Eltern, die Idylle schien perfekt.

Und dann brach ihre Welt zusammen – András, noch keine 10 Jahre alt, verschwand aus seinem Bett und tauchte nie wieder auf. Die Polizeiarbeit förderte kein Ergebnis zutage. Ferencz schob Clara nach kurzer Zeit die Schuld am Unglück zu; Zuneigung wandelte sich mit den Monaten zu Entfremdung. Clara versuchte auf ihre Art, mit dem schweren Verlust fertigzuwerden, indem sie immer obskurere Personen beauftragte, nach ihrem Sohn zu suchen. Privatdetektive, Söldner, Wahrsager und Exorzisten gaben sich bei ihr die Klinke in die Hand. Von einem Rom hörte sie schließlich Gerüchte von einer geheimen Organisation in der Steiermark.

So stieß sie über kurz oder lang auf PANTHERION, ließ sich scheiden, zog nach Graz und arbeitete lange Zeit für die Gruppe, bis sie schließlich deren Anführerin wurde. Sie erwarb sich mit den Jahren einen legendären Ruf – aus dem einst behüteten Mädchen war eine gefährliche Kämpferin geworden, die neben dem meisterlichen Umgang mit dem Florett auch rudimentäre Formen der Telekinese zu entwickeln begann. Darüber hinaus brachte sie einen anderen nicht zu unterschätzenden Vorteil mit: Von ihrem finanziellen Erbe, der Schwarzenstein-Stiftung, zehrt PANTHERION bis heute (obwohl diese Depots mittlerweile fast aufgebraucht sind). Außerdem bahnten sich durch sie auch diverse Kontakte zu den oberen Zehntausend von Graz an. Clara hatte wohl auch den einen oder anderen prominenten Liebhaber.

Über dreißig Jahre lang arbeitete sie aktiv an paranormalen Einsätzen und suchte daneben weiterhin verbissen nach András. Zu Beginn des Jahres 2006 verdichteten sich Hinweise, die auf die Vampire als Drahtzieher der Entführung hinwiesen. Aus Bruchstücken von Informationen konnte PANTHERION das folgende Bild zusammenstellen:

Seit einigen Jahrzehnten versuchen die Vampire verzweifelt, eine Lösung zu finden, wie sie ihre sterbende Welt retten könnten. In einem früheren Versuch bedienten sie sich offenbar der okkulten Experimente der SS, um auf diese Weise Zugang zum “Vril” von KZ-Häftlingen zu bekommen. In einem späteren Ansatz entführten sie kleine Kinder, um mit deren Lebensenergie ihre Welt wiederzuerwecken. Das scheiterte kolossal, weil die Vampire schon nach kürzester Zeit über die meisten Kinder herfielen. Clara klammerte sich dennoch an die Hoffnung, daß ihr Sohn noch leben könnte. Diese Hoffnung trieb sie letztlich in den Untergang: In der Walpurgisnacht 2007 wurde beinahe ihr gesamtes Einsatzteam von den Vampiren in eine Falle gelockt und getötet.

Nur Viktor und der junge Hacker Mark Vectoric überlebten. Sie versuchten zu retten, was zu retten war und machten allein weiter, so gut es ging, bis im Herbst 2008 mit Alexander Freytag ein neues Mitglied zu PANTHERION stieß.

Der einzige andere Überlebende der alten Garde ist Ernst Freisinger, Experte für Kryptozoologie. Er ist ein echter Veteran mit tragischem Schicksal – seit 2005, als er einem Auftrag für Clara nachging, liegt er im Koma in einem Sanatorium. Jene wenigen früheren Mitglieder von PANTHERION, die nicht verschollen sind, getötet wurden oder Selbstmord begangen haben, werden wie er in dieser speziellen Abteilung einer Pflegeanstalt in Graz untergebracht; für ihre Bedürfnisse kommt ebenfalls die Schwarzenstein-Stiftung auf. Hin und wieder werden hier auch Menschen, die verschwinden und unter bizarren Umständen wieder gefunden wurden, untergebracht.

Erheben wir unser Glas im Gedenken an jene, die in dieser Falle ihr Leben für PANTHERION gelassen haben:

  • Clara Ortrun Freifrau von Schwarzenstein
  • Simon Fuchs, Ethno-Pharmakologe und Spagyriker
  • Erich Grasser, ehemaliger Enthüllungsjournalist und Grenzwissenschaftler
  • John Bagawe, visionärer Künstler
  • Ilse Hammerfels, Historikerin mit Fachgebiet Okkultismus und Geheimkulte