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Vor einigen Monaten wurde die Anthologie Horror-Legionen unters Volk gebracht … und damit auch zwei Geschichten aus dem PANTHERION-Universum: „Illumination“ von Melchior v.·. Wahnstein und „Bittere Früchte“ von Charly Blood. Inzwischen gibt es auch schon Rezensionen dazu … und so unterschiedlich die Stories sind, so verschieden scheinen auch die Geschmäcker der Leser zu sein!

Beginnen wir gleich mal mit Simona Turini:

„Bittere Früchte“ von Werner Skibar / Charly Blood erinnert an die guten alten „Gespenster Geschichten“, die ihn laut seiner Kurzbiografie schon früh prägten: Eine skurrile Geschichte um einen Fehler, der einem Mann zum Verhängnis wird.

Das sieht Markus Solty von Horror & Co. etwas anders; er meint zu den „Bitteren Früchten“:

Zu dieser Geschichte kann ich fast das gleiche schreiben wie zu der Des-Romero-Story. Ein Wiener Sandler (Penner) isst die falschen Früchte auf dem Naschmarkt und die Folgen bekommen ihm gar nicht gut. Auch hier fehlt das gewisse Etwas, das die Geschichte über den Durchschnitt hinausheben würde. So bleibt nach dem Lesen das Gefühl, dass nicht alles aus der Idee raus geholt wurde.

Auch Melchior v.·. Wahnsteins Kurzgeschichte löst unterschiedliche Reaktionen aus. Auf Amazon beispielsweise erschließt sich einer Rezensentin nicht, weshalb eine Geschichte, über die man tagelang nachdenkt, und die mit einem grauenvollen Gedanken und schockierendem Kopfkino aufwartet, dem Horrorgenre zuzurechnen sein soll:

Das man Horror als solchen verschieden interpretieren kann ist mir klar. Allerdings habe ich hier den Horror, den Grusel oder was auch immer vergeblich gesucht und auch nach ein paar Tagen von „drüber nachdenken“, hat er sich mir nicht offenbart. Es ist ein grauenvoller Gedanke, dass man für irgendetwas sich selbst aufgeben muss. Die Magie in der Geschichte kann da durchaus als Metapher für alles andere gewertet werden, bei dem man einen Teil von sich Opfern muss. Aber dennoch … Horrormäßig geschockt hat mich hier eigentlich nur mein Kopfkino, als es Bilder zu den Taten des Protagonisten ausgespuckt hat.

Dagegen heißt es, nochmals bei Horror & Co.,:

Melchior von Wahnstein. Solch ein Pseudonym kann sich eigentlich nur ein Österreicher ausdenken. Ich gebe zu, dass mir der Name im Inhaltsverzeichnis zum ersten Mal über den Weg gelaufen ist und ich gebe zu, ob des obskuren Namens war ich auf das Schlimmste gefasst. Aber wie es so oft der Fall ist, wenn man mit gar keinen Erwartungen an eine Geschichte herangeht, wurde ich sehr überrascht. „Illumination“ ist der innere Monolog eines Mannes, der alleine in einer Kammer zum Großmeister eines nicht näher genannten Ordens initiiert werden soll. Sein einziger Zimmergenosse ist ein Totenschädel. Wie sich der Wahnsinn des Erzählers von Seite zu Seite steigert und wie Wahnstein es ihn erzählen lässt, ist einfach nur beklemmend. Großes Kino.

Meine Ansicht: Soll nichts Schlimmeres geschehen, als daß Geschichten kontrovers aufgenommen werden! Kritiken zeigen, daß unsere Autoren aufmerksam gelesen werden – ob das nun gut oder schlecht ist, entscheidet nur Deine Psyche. Und wer weiß, was Melchior und Charly noch einfällt, um Deine Träume heimzusuchen …