Die Anspielungen

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Ja, die Macher von PANTHERION sind Nerds. Und so wie wir es lieben, in unseren bevorzugten Büchern, Comics, Filmen und Serien Referenzen auf andere popkulturelle Werke zu entdecken, lieben wir es auch, selbst ein paar solcher Brotkrumen in unserem Universum zu streuen! Dem aufmerksamen Leser wird sicher schon der eine oder andere Hinweis in den Groschenheften aufgefallen sein; heute soll’s aber um einige Fingerzeige gehen, die sich im Pilotfilm finden (ich beziehe mich bei den Zeitangaben auf den 2nd Director’s Cut bei Vimeo):

00:00:04 – Die ersten Frames (“The following Pilot Movie has been approved for Transdimensional Entities only”) sind natürlich ein ironischer Verweis auf den Altersempfehlungsscreen der MPAA … nur daß PANTHERION vom Reality Intersection Security Council (RISC) empfohlen wurde – dem wiederum F.A.F.N.E.R. untersteht, dessen Beziehungen zum First Earth Battalion übrigens schon mal hier erwähnt wurden … Jep. Schon die ersten Sekunden des Pilotfilms beinhalten so einige Querverweise. Wir konnten nicht anders.trans-d_only00:00:31 – Eine Pantherion Styriæ-Produktion, genauer gesagt deren Collegium .·. Occultum: Eine wortwörtliche Verneigung in Richtung des Invisible College.

00:00:49 – Dr. Nachtstrom besprüht uns mit einer Dosis UBIK: Ein nächstes Zeichen dafür, daß wir mit verschiedenen Realitätsebenen konfrontiert werden!doc_nachtstrom_ubik00:04:41 – Über die Opening Titles möchte ich nur so viel sagen, daß sich darin eine Andeutung versteckt, welche sich auf den weiteren Verlauf der Serie bezieht und schon die Lösung eines wichtigen Rätsels beinhaltet.

00:14:07 – Alexanders Ritual wird nur kurz angespielt. Bei ausführlicherer Darstellung wäre seine Körperhaltung aufgefallen, die er zur Anrufung des Gehörnten einnimmt: eine Widerspiegelung der Darstellung des Cernunnos auf dem Gundestrup-Kessel.

alexander_cernunnos

Alexander in der Trancehaltung des Cernunnos

00:22:28 – Genau in dem Moment, als Viktor aus der Toten Dimension zurückkehrt, springt eine Digitalanzeige von 22.9 unheilvollerweise auf die 23.viktor_2300:24:30 – Neo liest in einem Comic. Dabei handelt es sich um Der Citoyen (Band 1 der Anger Diaries) unseres Regisseurs Jörg Vogeltanz. Darin geht es bezeichnenderweise auch um ominöse Tattoos mit fatalen Folgen.neo_comic00:25:07 – Ein Auge der Vorsehung an der Wand des Tattoo-Studios darf bei all den Verschwörungen natürlich nicht fehlen.neo_auge_der_vorsehung00:25:19 – Ach ja, die 23 findet sich auch auf Neos Nacken tätowiert:neo_nacken00:30:44 – Daß Mark und Viktor in Ray Bradburys Something Wicked This Way Comes lesen, stellt eine “dramaturgische Synchronizität” dar, die ihren Schatten auf Ereignisse wirft, die das Team in der ersten Staffel noch einholen werden.

00:34:48 – Die Vampire wechseln zwischen ihrer Welt und unserer hin- und herüber, indem sie eine Geste ausführen, die frappant an Aleister Crowleys Gottesform des Harpokrates erinnert.vampire_harpokrates00:36:33 – Viktor ist sich im Klaren darüber, daß niemand von der Existenz der Toten Dimension erfahren darf. Außer ihm hat niemand jene mysteriöse Immunität gegen Krankheiten, die seine Vergiftung durch das Kollektivbewußtsein KREBS zumindest hinauszögert. Dadurch würde jeder andere, der in die Tote Dimension gelangt, ebenfalls unter die Kontrolle von KREBS geraten, zudem aber auch noch ein Überträger werden und unsere Welt damit augenblicklich dem Untergang preisgeben. Deshalb verschweigt er seine selbstauferlegten Missionen dort sogar im betrunkenen Zustand und nennt sie in Anlehnung an den Roman von Arkadi und Boris Strugatzki nur ein Picknick am Wegesrand”. (Dieser Roman war übrigens die Vorlage für Andrey Tarkovskiys Film Stalker von 1979, bei dem wir wiederum Anleihen für die visuelle Darstellung der Toten Dimension genommen haben.)

00:37:04 – PANTHERION erzählt nicht nur von transdimensionalen Ereignissen, das Projekt selbst spielt mit mehreren Realitätsebenen. Da darf es niemand verwundern, wenn ganz reale Personen auftreten, die sich selbst spielen! Eine davon ist Tarek Al-Ubaidi. Und seine Sendung CROPfm ist ebenfalls real. Oder surreal. Hyperreal. Transreal. Wie auch immer. Ebenso wie die Vorgänge in Knittelfeld, die Tarek später erwähnt.

00:55:39 – Die Hintergründe über Carmilla, Bram Stoker und die Vampire in der Steiermark, die Alexander dem Studenten erzählt, dürfen mittlerweile weitestgehend als bekannt vorausgesetzt werden. Aber ist euch aufgefallen, daß die Positionierung der “Gräfin” mit ihrem neuesten Opfer ein Zerrbild der Pietà darstellt?graefin_pieta01:15:04 – Bei der in letzter Sekunde verhinderten Opferung Sabines an Nyarlathotep beschwören die Mitglieder des Thule-Freundeskreises unter anderem die “Vril-Kraft”. Das Vril-Symbol ist auf dem Tuch zu sehen, das über Sabines Körper gebreitet ist; …sabine_vril

01:16:17 – … aber auch ein anderes Symbol der rechten Esoterik, die Schwarze Sonne ist auf einem Banner im Hintergrund angebracht.nyarlathotep_schwarze sonne

01:22:35 – Der weiße Button ist, wie hier schon ausführlich beschrieben, eine Bezugnahme auf Grant Morrisons Graphic-Novel-Reihe The Invisibles.viktor_blank-badge01:33:54 – Über die Bedeutung der merkwürdigen Botschaft CROATOA habe ich hier schon geschrieben.croatoa01:40:11 – Alexander tritt beim Dreamscaping aus einer dichtbewachsenen Beifuß-Stelle heraus. Beifuß (Artemisia vulgaris) ist eine der ältesten Schamanenpflanzen. Das Kraut wird unter anderem geräuchert, um den Übertritt zwischen den Welten zu erleichtern – diese Eigenschaft macht sich der Magier hier zunutze.alexander_beifuß01:54:03 – Der Name von Abteilung 42 verweist natürlich auf die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

01:55:40 – Die “Geschenke” des Kuratoriums, die Mark aufzählt – RFID-Chips, HAARP, Mikrowellenwaffen – sind keine Science-Fiction. Be afraid!

01:56:25 – Das geheime Treffen, bei dem Alexander von der Paradies-Dimension hörte, fand, mit einem Augenzwinkern an alle Präastronautik-Freunde, ausgerechnet in Nazca statt.

01:59:38 – Wer die Anspielung von Violas Waffe auf die Zirpende Grille nicht verstanden hat, ist kein Nerd.

viola_zirpende grille

Klick für Referenz!

02:02:20 – Bei Sabines Initiation in den OLS wurde zur Freude aller Chaosmagier eine echte Baphomet-Anrufung verwendet.herr zunge_baphomet-anrufung02:09:04 – Die Darstellung des Kuratoriums ist eine (im Rahmen der uns zur Verfügung stehenden minimalen Mittel) Verneigung vor Jean-Luc Godards Klassiker Alphaville (1965).viktor_viola_kuratorium02:09:35 – Die Freimaurer-Connection: Bei seiner Recherche kontaktiert Mark auch ein hochrangiges Mitglied des Geheimbundes. Wie es zu diesem Berührungspunkt kam, ist als Nebenhandlung in OMEN 2, Der Schrecken aus dem Untergrund beschrieben.mark_freimaurer02:16:19 – Daß PANTHERION Magie gerne mit Hilfe von Sigillen betreibt, hat sich herumgesprochen … und wurde, wie berichtet, von anderer Seite schon aufgegriffen und weitergeführt. leechwald_sigille

Das soll fürs erste reichen. Ach ja: Auch in den Namen der Helden verbergen sich noch weitere Andeutungen … doch dazu ein anderes Mal!

Public Viewing #3

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PANTHERION goes Breitenseer Lichtspiele! Wir sind stolz, unseren Pilotfilm im wahrscheinlich ältesten noch bespielten Kino der Welt (gegr. 1905) zeigen zu können (klick hier für die entsprechende Facebook-Seite).

PANTHERION – Reality Is Debatable wird um jeweils 20:30 Uhr gezeigt am

  • 27. 3. (Mitglieder des Produktionsteams sind anwesend)
  • 2. 4.
  • 3. 4.
  • 10. 4.
  • 11. 4.

fighting monstersZur Vorbereitung gibt’s hier noch ein Interview von Chris Haderer mit Anna Nitsch-Fitz, der Betreiberin der Breitenseer Lichtspiele, über ihr charmantes Haus (in dem hin und wieder auch noch Stummfilme mit Live-Klaviermusik gespielt werden):

A schöne Leich’

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Das erste Heft der MORBUS-Reihe endet mit einer recht ominösen Andeutung, die auf einen Zusammenhang verweist, der größer ist, als die beiden Protagonisten Bernd Waidmann und Petra Jesselmaier jemals zu denken gewagt hätten – und das dieser Tage erschienene zweite Heft schließt direkt daran an!

Im Prater tanzt der Sensenmann heißt die Nummer 2 und entführt den Leser wieder ins Wien der 80er Jahre. Die Organisation BASILISK wird in einen brandgefährlichen Fall mit einem Wesen aus einer anderen Dimension hineingezogen, das auch für das Leben des späteren Herrn Zunge” noch eine Rolle spielen wird. Ihr seht, das Mosaik des PANTHERIUM-Universums wird stetig um weitere Steinchen ergänzt, und je mehr Ihr darüber lest, um so mehr wird es sich Euch enthüllen … also: Kauft und leset davon!

Arnold_Boecklin-fiedelnder_Tod

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Die Vorlage für das Cover (designt von Waltraud Lengyel und Paul Polzer) ist diesmal Arnold Böcklins (1827 – 1901) Meisterwerk Selbstbildnis mit fiedelndem Tod. Der Schweizer Künstler war Zeit seines Lebens vom Tod fasziniert. Immerhin: Von jemandem, der ein unheilschwangeres Sujet wie Die Toteninsel sage und schreibe fünfmal darstellt, darf man auch getrost annehmen, daß er des Öfteren Zwiesprache mit dem Gevatter gehalten hat. Und tatsächlich verlor Böcklin acht seiner vierzehn Kinder, erkrankte an Typhus und erlitt einen Schlaganfall. Die morbide Atmosphäre vieler seiner Bilder ist also perfekt geeignet, um die jenseitigen Vorgänge widerzuspiegeln, mit denen es das BASILISK-Team zu tun bekommt.

Morbus2-Titel

Eine literarische Spurensuche

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Dies ist der 100. Artikel auf > grotesque! Und das soll entsprechend gewürdigt werden – mit einem Überblick über den literarischen Kontext, in dem sich das PANTHERION-Universum bewegt.

Wieder ist es Dr. Nachtstrom gelungen, Melchior v.·. Wahnstein zu einem gemeinsamen Austausch zu bewegen. War es vor einem Jahr das Interview zu den Eismagiekriegen, ist es diesmal ein Briefwechsel zur Entwicklung der Figur des Occult Detective; erschienen ist er in der Ausgabe No. 12 von Rokko’s Adventures und kann auch hier gelesen werden:

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„Ein Avantgarde-Meisterwerk“

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Einige Monate nach seiner Premiere kommt nun auch eine schöne Rezension zum PANTHERION-Pilotfilm aus der Hexen-/Heiden-/Magie-Szene – aus der wir ja schon vor und während der Produktion massive Unterstützung bekamen. Vielen Dank für die anerkennenden Worte, McClaudia!

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Die Erben der Schundhefte

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Die > grotesque-Publikationen OMEN und MORBUS stehen in einer langen Tradition österreichischer Heftromane: Insbesondere Graz und Wien taten sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der Produktion rasch verfügbarer Unterhaltungsliteratur für lesehungrige Menschen hervor.

galle_groschenhefteDas ist wunderbar dokumentiert in Heinz J. Galle, Groschenhefte. Die Geschichte der deutschen Trivialliteratur, Ullstein, Frankfurt/Main · Berlin 1988. Auf S. 140ff. schreibt er darin über die frühen Erzeugnisse österreichischer Schundromane:

Frühe österreichische Groschenhefte 1

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Frühe österreichische Groschenhefte 2

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Frühe österreichische Groschenhefte 3

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Frühe österreichische Groschenhefte 4

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Frühe österreichische Groschenhefte 5

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Kudos to PANTHERION II

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Gestern kam überraschend ein Mail ins Haus geflattert, das einem das Herz in dieser kalten Jahreszeit wärmt. EVOLVER-Autor Thomas Fröhlich schreibt, daß er sich OMEN 1-3 zugelegt hat.

Fazit: Die letzten beiden Tage war ich gefangen im Pantherion-Universum.
Gratulation! Das ist großartig. Wunderbar. Ich bin süchtig. Wann kommt No. 4?
 
Nein, ehrlich: so einen schönen Mix aus Pulp, Historischem, Lovecraftoidem und durchaus NICHT ausschließlich Weithergeholtem (s. die Basics in Heft 3) hab’ ich schon lange nicht mehr genießen dürfen. Bei der britischen TV-Serie “Torchwood” hätte was Vergleichbares werden können – aber die hatten offenbar Angst vor der eigenen Courage (und offenbar eine andere Agenda).
Und dass sich das Ganze in Österreich abspielt und NICHT im handelsüblichen politisch korrekten Austro-Brei mündet, kann man euch gar nicht hoch genug anrechnen.

Das motiviert natürlich ungemein und bestätigt unsere Bemühungen, die hinter den Kulissen weiter laufen: MORBUS 2 wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, und ein ausführliches Geheimprojekt ist auch schon in Arbeit (mehr wird noch nicht verraten). Fürs kommende Jahr sind also wieder einige Veröffentlichungen aus dem Hause > grotesque geplant; bleibt uns gewogen!

Kreativ-Team

Still way to go: Ein Teil des Kreativ-Teams traf sich im Rahmen der letzten Lesung, wo auch neue Entwicklungen fürs PANTHERION-Universum besprochen wurden.

Ein Jahr > grotesque

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Heute vor einem Jahr startete dieser Blog, um die Geheimnisse der PANTHERION-Mythologie schrittweise zu enthüllen; da ist es angebracht, sich mal kurz anzuschauen, was seither geschehen ist:

  • Ein erstes Hörspiel wurde veröffentlicht.
  • OMEN Nr. 3 ist erschienen.
  • Eine neue Heftreihe, MORBUS, wurde ins Leben gerufen.
  • Die Drehbücher für die erste Staffel der geplanten Serie um die Organisation PANTHERION sind geschrieben, …
  • … der dazugehörige Pilotfilm wurde fertiggestellt und feierte seine Premiere sowie mehrere Public Viewings, …
  • … und dessen Soundtrack steht als Download zur Verfügung.
  • Darüber hinaus gab’s mehrere Lesungen, Interviews, Auftritte und Berichte in Zeitungen und Zeitschriften zum Projekt.
  • Spin-Offs zu weiteren Partnerorganisationen plus entsprechende Crossover-Stories sind im Entstehen.
  • Mit heutigem Datum wurden die Artikel hier bisher insgesamt 25.452 mal von Menschen aus 69 Ländern gelesen.

Wie sehr sich Pan Therion inzwischen noch auf vielfältige andere Weisen manifestiert, mag man vielleicht auch daran ermessen, daß das Originalwappen mittlerweile schon von einem Fan als Tattoo verewigt wurde:

Innerhalb eines Jahres wuchs unser Projekt, von dem nur wenige etwas wußten, zu einem eigenständigen fiktionalen Universum, das sich ständig weiterentwickelt – und das alles dank des Herzbluts und Idealismus einer Handvoll Menschen, denen an dieser Stelle, zusätzlich zu all meinen Lesern, ein ganz großes DANKE gebührt.

Heftldämmerung – Der Film

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Für all jene, die es am 24. Oktober nicht zur legendären “Letzten Lesung” in Wien geschafft haben, gibt es jetzt den Film darüber – inklusive bisher nicht veröffentlichter Interviews mit Mark Vectoric, Sabine Glocker, Viktor Augenfeld und Alexander Freytag. Viel Spaß!

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